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Ab Herbst 2023

Haspa-Zentrale zieht ins ABG-Deutschlandhaus

Der Mietvertrag mit der ABG Real Estate ist unterzeichnet: Die Hamburger Sparkasse zieht mit ihrer Unternehmenszentrale ab Herbst 2023 auf über 33.000 m² in das ABG-Deutschlandhaus an den Gänsemarkt in Hamburg. Dort wird sie ihre gegenwärtig auf drei Bürostandorte verteilten zentralen Bereiche (Adolphsplatz, Wikingerweg und Börsenbrücke) räumlich zusammenführen. Zudem wird im Erdgeschoss eine Haspa Nachbarschaftsfiliale integriert.

Die angemieteten Flächen der Haspa umfassen insgesamt neun Stockwerke plus Teile des Erdgeschosses. Die Fertigstellung des Gebäudes wird voraussichtlich bis Herbst 2023 erfolgen. Ab dann ist auch der Umzug der knapp 1.500 Mitarbeiter in die neue Unternehmenszentrale geplant. Die Mietlaufzeit beträgt 15 Jahre mit einer Verlängerungsoption. Über weitere Details der Vertragsausgestaltung wurde Stillschweigen vereinbart.

Schon zuvor hatte bereits die Hamburger Restaurantkette Block House rund 460 m² Gastronomieflächen im Erdgeschoss des Deutschlandhaus angemietet. Die Haspa war auch bei der Finanzierung des neuen Deutschlandhauses mit an Bord. Das Bürogebäude wird so gestaltet, dass sich die Menschen noch besser austauschen, kreativ zusammenarbeiten und Kontakte pflegen können. In die Planung dieses zukunftsweisenden Arbeitsplatzkonzeptes werden auch die Ideen der Mitarbeiter einfließen.

„Mit dem Umzug vom Adolphsplatz zum Gänsemarkt geht die Haspa einen großen Schritt in die Zukunft. Die Aufgabe des Adolphsplatzes nach mehr als 100 Jahren ist uns nicht leichtgefallen. Die Haspa ist 1827 aber auch nicht dort gegründet worden, sondern hat sich in ihrem 195jährigen Leben immer mit der Zeit bewegt und modern aufgestellt. Genau das tun wir jetzt auch“, so Haspa-Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang. Am Adolphsplatz wird die Fläche frei für eine Modernisierung und Weiterentwicklung in unmittelbarer Nähe zum Rathaus. Die Nord-Immo prüft hierfür derzeit alle möglichen Optionen.

Das Deutschlandhaus in Hamburg stammt aus der Feder des Stararchitekten Hadi Teherani.© ABG Real Estate Group
Der Neubau des Deutschlandhaus zählt zu den bedeutendsten Projektentwicklungen der vergangenen Jahre in Hamburg und Deutschland. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 500 Mio. Euro. Die Grundsteinlegung erfolgte im Oktober 2020.

Entworfen vom weltweit renommierten Stararchitekten und Designer Hadi Teherani entsteht mit dem Deutschlandhaus in Hamburg ein ikonischer Neubau in zentraler, exponierter Lage am historischen Gänsemarkt (Dammtorstraße/Valentinskamp). Teherani orientierte sich am Ursprungsentwurf des Vorgängerbaus, der Ende der 1920er Jahre entstanden war, und interpretierte ihn zeitgemäß.

Das Deutschlandhaus bietet so künftig mehr als 40.000 m² flexible Flächen für Büros und ergänzende Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel und auch Wohnen. Auf 33.250 m², die sich auf 10 Geschosse verteilen, entstehen hochmoderne Büroflächen. Ein Highlight ist die rund 1.200 m² große Palmenhalle im Inneren des Deutschlandhaus, die eine fast 40 Meter hohe Lichtkuppel krönt. Am Valentinskamp entstehen zudem 30 Wohneinheiten mit insgesamt 2.800 m² Fläche. Für Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomie sind 3.300 m² Flächen vorgesehen. Auf 9.450 m² Flächen befinden sich in den beiden Untergeschossen Technikräume sowie 321 Fahrrad- und 164 Autostellplätze. Das Deutschlandhaus wird unter Einhaltung der USGBC-Qualitätsanforderungen realisiert und ist bereits mit der LEED-Auszeichnung Gold vorzertifiziert.

Der Vorgängerbau war in den Jahren 1928 und 1929 nach Entwürfen der Architekten Fritz Block und Ernst Hochfeld entstanden und fungierte als eines der Kontorhäuser Hamburgs vorwiegend als Bürohaus. Zudem beherbergte es mit dem Ufa-Palast mit 2.700 Sitzplätzen den zu seiner Zeit größten Kinosaal Europas sowie ein Kaufhaus und Ladenpassagen. Das Gebäude umfasste damals acht Stockwerke. Im Zweiten Weltkrieg brannte das alte Gebäude zum großen Teil aus. Es wurde von der britischen Besatzungsmacht unter dem Namen Hamburg House wiederaufgebaut und in den folgenden Jahrzehnten mehreren Veränderungen unterzogen. Die ABG erwarb den Gebäudekomplex 2014. Sie entschloss sich nach intensiver Begutachtung zu einem Neubau, für den 2019 die Baugenehmigung der Stadt Hamburg vorlag. 2019 wurde dazu das bisherige Gebäude abgerissen.